» Geographie, Verkehr » Geographie
Lage und Rolle von Wieselburg-Ungarisch Altenburg in Raum und Zeit

Die Stadt und ihre Umgebung lag schon immer im Schnittpunkt von bedeutenden großregionalen Beziehungen, wo in der Antike und im Mittelalter der einzige gut begehbare Weg zwischen der Donau und den Sümpfen des Wasens (Hanság) verlief. Hier kreuzten sich die aus den süddeutschen Gebieten nach Pannonia (in ostwestlicher Richtung) führenden Straßen und die aus dem Böhmischen Becken ins Mediterraneum (in nordsüdlicher Richtung) führenden. Schon in der Römerzeit verlief der Limes (Grenzlinie) entlang der Linie Vindobona (Wien) - Carnuntum (Petronell) - Ad Flexum (Ungarisch-Altenburg - Magyaróvár) - Arrabona (Raab-Gyõr) - Brigetion (Szõny) - Aquincum (Alt-Ofen-Óbuda). Eine wichtige Station dieser Route war Ad Flexum. Die Ortschaft war sowohl in stategischer Hinsicht als auch im Handel von Bedeutung, da hier zwischen zwei sümpfigen, wässrigen Gebieten eine enge Verkehrsroute verlief, die Teil der ostwestlichen und nordsüdlichen Handels- und Heeresstraßen bildete.

Diese Tatsache war entscheidend in der Geschichte der Region und ist auch heute von großer Bedeutung. Im frühen Mittelalter wurde dieses Gebiet ja nicht zufällig Wieselburger Tor genannt. Unser erster König, Stefan der Heilige hat eben deshalb um die Gespanburg (Königsburg) in Wieselburg herum die grundlegende Basis des ungarischen Feudalstaates, das Komitatszentrum organisiert, da sich hier eine ausgezeichnete Möglichkeit für Kontrolle und Blockieren des Verkehrs darbot. Diese Rolle war auch zu Zeiten der Kreuzzüge sowie der Türkenkriege entscheidend und trug im Viehhandel der späteren Jahrhunderte viel Gewinn ein. Nach der Zerstörung von Wieselburg im Jahre 1271 übernahm Ungarisch-Altenburg die strategische und Verwaltungsrolle, deshalb verlieh Königin Elisabeth der Gemeinde 1354 den Rang „Residenzstadt der Königinnen“, die bis zur Zusammenziehung der Komitate nach dem Friedensabschluss in Trianon Komitatssitz von Komitat Wieselburg war.

Die Festung von Ungarisch-Altenburg und das dazugehörende rieseige Habsburg-Gut ermöglichte ab dem 16. Jahrhundert starke Entwicklung von Handel und Handwerk, und trotz Begrenzung der Privilegien der Stadt hat dieser Status als Gutszentrum viel Gewinn sowohl in der Gründung der Akademie als auch in der Ausbildung der frühen Fabrikindustrie getragen. Durch das Komitat Wieselburg führten wichtige Handelsstraßen, sein Getreidemarkt nahm es an mit dem von Raab (Gyõr), die Flüsse trugen zur Ausbildung von florierender Mühlenindustrie bei. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts entstand in Wieselburg und in Ungarisch-Altenburg hochentwickelte Fabrikindustrie, die auch für die Bewohner der Umgebung Arbeitsplätze bot. Im Jahre 1939 wurde Wieselburg und Ungarisch-Altenburg vereinigt und der Status der neuen Stadt, Wieselburg-Ungarisch-Altenburg (Mosonmagyaróvár) als Zentrum der Kleinregion wurde verstärkt. Bis 1984, bis Abschaffung der Kreise war es Kreissitz, aber dank ihrer Ämter, Schulen, Krankenhaus, Handels- und Finanzdienstleistungen sowie durch ihre Verkehrslage gilt es auch heute als natürliches Zentrum ihrer Umgebung.
További oldalak
Ma 2010.09.02 Donnerstag
Rebeka, Dorina napja van.
Erõsen felhõs
stark bewölkt
15 °C
Gyenge ÉK-i szél
Forrás: www.met.hu